Rückschau

Vergangene Veranstaltungen der Akademie

200327_fruehjahrssitzung
Blick von Süden über die Gera zur Kleinen Synagoge
Freitag, 27.03.2020 – 13:00 Uhr
Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Frühjahrssitzung 2020
DIE VERANSTALTUNG FÄLLT AUS!

Vorträge


Geisteswissenschaftliche Klasse (60. Sitzung)

Prof. Dr. Wolfgang G. Müller (Jena):
Philosophischer und literarischer Diskurs.
Das Rettungsdilemma des Karneades und seine Abwandlungen in Philosophie und Literatur.


Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse (61. Sitzung)

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Prof. h. c. mult. Peter Scharff (Ilmenau)
Titel folgt

Prof. Dr. Michael Kiehn (Wien)
Botanische Forschung in Hawaii.

191025_Herbssitzungen_2019
Blick über die Gera zur Kleinen Synagoge (Bildmitte)
Freitag, 25.10.2019 – 13:00 Uhr
Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Klassensitzungen im Herbst 2019

Vorträge:

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse

Klaus Zimmermann (Ilmenau):
Mechanik der Fortbewegung mit und ohne Räder

Geisteswissenschaftliche Klasse

Archivdirektor a.D. Dr. Hans-Bernd Spies (Aschaffenburg)
E.T.A. Hoffmann und Napoleon, Dichtung und erlebte Zeitgeschichte

Prof. Dr. Christoph Fasbender (Chemnitz)
Das Vogtland der Vormoderne erzählen

190615_Festsitzung_2019
Samstag, 15.06.2019 – 10:00 Uhr
Erfurt, Augustinerkloster
Festsitzung der Akademie 2019

Programm:

Begrüßung durch den
Vizepräsidenten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse
Prof. Dr. Frank Hellwig

Grußwort der Landeshauptstadt
Dr. Tobias J. Knoblich

Jahresbericht des Präsidenten der Akademie
Prof. Dr. Klaus Manger

Überreichung des Dalberg-Preises 2019
Überreichung des Scheuer-Preises 2019


Festvorträge:

Prof. Dr. Wolfram Eberbach (Jena)
Über das Kinderkriegen

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin S. Fischer (Jena)
Künstliche Zuchtwahl und wohin sie führte


190522_Europäische_Wissenschaftsbeziehungen_20
Mittwoch, 22.05.2019 – 10:00 Uhr bis Freitag, 24.05.2019 – 15:00 Uhr
(3-tägige Veranstaltung!)
Wien, Universitätsarchiv
Europäische Wissenschaftsbeziehungen 20
Tauschen und Schenken. Wissenschaftliche Sammlungen als Resultat europäischer Zusammenarbeit

Die Tagungsreihe „Europäische Wissenschaftsbeziehungen“ ist dem Medizin- und Wissenschaftshistoriker Horst Rudolf Abe (1927-2006), Vizepräsident der Erfurter Akademie, gewidmet.

Die Tagung ist zugleich der Jahreskongress 2019 der ÖGW.

Mit Unterstützung der Dalberg-Stiftung für Wissenschaft und Forschung.

190329_Frühjahssitzungen_2019
Blick über die Gera zur Kleinen Synagoge (Bildmitte)
Freitag, 29.03.2019 – 13:00 Uhr
Kleine Synagoge, Erfurt
Klassensitzungen im Frühjahr 2019

Vorträge:

Geisteswissenschaftliche Klasse
(58. Sitzung)

Prof. Dr. Miriam Rose (Universität Jena):
Universität und Akademie.
Friedrich Schleiermachers programmatische Überlegungen zu den Institutionen der Wissenschaften

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse
(59. Sitzung)

Prof. Dr. Gerhard Jahreis (Universität Jena)
Vegane / vegetarische Ernährung

Prof. Dr. Frank Hellwig (Universität Jena)
Evolution der Centaureinae (Asteraceae)

Mittwoch, 31.10.2018 – 12:00 Uhr
Berlin, CityCube Berlin, Messedamm 26
Deutsch-russische Beziehungen in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Geschichte, Gegenwart und Perspektiven

Symposium der Deutsch-Russischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DRGGG) mit der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt am 31. Oktober 2018 in Berlin im Rahmen des 62. Kongresses der Deutschen Geselllschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

181026_Herbstsitzungen
Blick von Süden über die Gera zur Kleinen Synagoge
Freitag, 26.10.2018 – 13:00 Uhr
Erfurt, Kleine Synagoge
Herbst: Klassensitzungen

Für die Geisteswissenschaftliche Klasse werden die Theologin Prof. Dr. Miriam Rose / Univ. Jena und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dr.h.c. Klaus Dicke / Univ. Jena vortragen.

180921
Homo tantum potest quantum scit - Fresco in der Sala delle Edicole des Palazzo Liviano der Universität Padua
Freitag, 21.09.2018 – 10:00 Uhr bis Sonntag, 23.09.2018 – 11:35 Uhr
(3-tägige Veranstaltung!)
Padua/Italien, Universität Padua
Europäische Wissenschaftsbeziehungen 19
Zensur und Selbstzensur in Kunst und Wissenschaft

Die Projektkommission „Europäische Wissenschaftsbeziehungen“ der Akademie gemeinnütziger Tätigkeiten zu Erfurt führt am 21.-23. September 2018 unter der organisatorischen Leitung von Professor Dr. Dietrich v. Engelhardt (Karlsruhe/Lübeck) und Professor Dr. Gian Franco Frigo (Padua), beide Mitglieder der Erfurter Akademie, ihre 19. Tagung durch zum Thema:

‚Zensur und Selbstzensur in Wissenschaft, Literatur und Künsten der Neuzeit bis zur Gegenwart‘

Das Thema der Zensur und Selbstzensur begleitet den Menschen seit der Antike. In Rom gab es eine Behörde, die über die Ausgaben und das Verhalten der Senatoren und Ritter zu achten hatte; die „animadversio censoria“ zog eine gesellschaftliche Verurteilung nach sich, die mit der Zeit auch Rechtscharakter annahm und mit Strafen sanktioniert wurde. Im Mittelalter übernahm im Kampf gegen die Häresie die Kirche die Praxis des Verbots und der Unterdrückung von Schriften, die von der Orthodoxie als gefährlich angesehen wurden.

Mit Beginn des Buchdrucks, der eine rasche und unkontrollierte Ausbreitung der verschiedensten Ideen und Doktrinen erlaubte, bemühten sich sowohl Kirche wie auch politische Mächte, indem sie sich das Recht für den Buchdruck sicherten, mögliche destabilisierenden Auswirkungen auf der doktrinären wie gesellschaftlichen Ebene zu verhindern. Luther und andere Reformatoren benutzten ihrerseits den Buchdrucks, um schnell und effektiv ihre Lehren publik werden zu lassen, während die römische Kirche 1559 dieser Bewegung und später anderen Entwicklungen und Auffassungen mit dem ‚Index librorum prohibitorum‘, der erst 1966 abgeschafft wurde, entgegenzuwirken versuchte.

‚Zensur‘ und ‚Selbstzensur‘ blieben aber im Verlauf der Neuzeit nicht auf theologische Themen beschränkt, sondern betrafen auch Philosophie, Wissenschaften, Literatur und Künste und haben weltweit bis in die Gegenwart kein Ende gefunden. Die spektakulären und oft untersuchten Verurteilungen von Giordano Bruno und Galileo Galilei verfolgten das Ziel, Denker und Wissenschaftler davon abzuhalten, andere als offiziell anerkannte Ideen zu veröffentlichen; Descartes, dessen Werke 1663 auf den Index gesetzt wurden, verzichtete bekanntlich nach der Verurteilung von Galilei darauf, seinen ‚Traité du Monde‘ zu vollenden und herauszubringen. Die ‚Zensur‘ führte wiederholt zu einer Art präventiver ‚Selbstzensur‘, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Literatur und den Künsten. Torquato Tasso schrieb sein ‚Gerusalemme liberata‘ um ('Gerusalemme conquistata'); einige Gemälde Caravaggios wurden als theologisch fragwürdig und für die verbreiteten religiösen Gefühle verletzend von den Auftraggebern abgelehnt. Bücherverbrennungen, Bilderzerstörungen, Aufhebung der Forschungs- und Meinungsfreiheit durchziehen die Jahrhunderte seit der Renaissance bis in die Gegenwart – unterschiedlich in den Natur- und Geisteswissenschaften, der Literatur, Malerei und Musik.

Überall, wo sich autoritäre und diktatorische Herrschaftssysteme entwickeln, kommt es zu Intoleranz, Unterdrückung, zu Zensur und Selbstzensur. Das 20. und 21. Jahrhundert liefert besonders bedrückende Beispiele: von der Vernichtung politischer Gegner über die Verurteilung nicht linientreuer Schriftsteller und Künstler bis zur Förderung ideologiebestimmter und empirisch unhaltbarer Theorien der Wissenschaft. Nicht nur der Staat, auch Gesellschaft und Medien sind mit Gefahren der Zensur und Selbstzensur verbunden. Stets stellt sich – auch unter demokratischen Verhältnissen – und besonders in der Literatur und den Künsten, aber auch im menschlichen Verhalten die Frage, wo die Grenze zwischen individueller Freiheit und Respekt vor den Gefühlen und der Meinung der Mitmenschen und Angehörigen anderer Kulturen und Religionen zu ziehen ist.

Übergreifende Betrachtungen, differenzierende Analysen und vor allem auch komparative Untersuchungen der Wissenschaften, Literatur und Künste in den Epochen und Länder der Neuzeit stehen – im Sinne der europäischen Wissenschaftsbeziehungen – über dem geplanten Symposium am 21.-23. September 2018 in Padua.

Anmeldungen von Vorträgen mit Titel und 3-5 Zeilen zum Inhalt erbitten Herr Frigo und ich bis Ende März 2018 an meine Adresse: Prof. Dr. Dietrich v. Engelhardt, per e-mail: v.e@imgwf.uni-luebeck.de oder per Post Fichtestr. 7, 76133 Karlsruhe. Die Entscheidung über das Programm werden wir zu Beginn April treffen und bekanntgeben.

Prof. Dr. Dietrich v. Engelhardt (Karlsruhe/Lübeck)

Prof. Dr. Gian Franco Frigo (Padua)

180616
Samstag, 16.06.2018 – 10:00 Uhr
Erfurt, Augustinerkloster
Festsitzung der Akademie zu Erfurt

Programm folgt.

180615
Freitag, 15.06.2018 – 10:00 Uhr
Erfurt, Kleine Synagoge
16. Symposium Mensch - Umwelt
Trinkwasser

Programm

10.00
Begrüßung: HANS- PETER KLÖCKING, Leiter der Kommission für spezielle Umweltfragen,
Grußwort: KLAUS MANGER, Präsident der Akademie


10.30
UDO KUMMER, München:
Lebensmittel Wasser: Der Mensch ein Wasserwesen


11.15
KLAUS-MICHAEL WOLLIN, Hannover:
Anforderungen an die Qualität von Trinkwasser in Deutschland: Wie definiert und wie überwacht?


12.00 – 13.00 Mittagspause


13.00
TAMARA GRUMMT, Bad Elster:
Anthropogene Spurenstoffe, Pestizide und Mikroplastik – Trinkwasser ein sicheres Lebensmittel?


13.30
RALF JUNEK, Bad Elster:
Bioassays zur Bewertung unvorhersehbarer Substanzen aus Materialien in Kontakt mit Trinkwasser


14.00
Kai Uwe Totsche, Jena:
Vorsorgender und nachsorgender Boden und Grundwasserschutz


14.30 – 15.00 Kaffeepause


15.00
MICHAEL DETERS, Erfurt:
Wasservergiftung


15.30
GABRIELE HUMANN, Erfurt:
Brunnenwasservergiftungen – Fallbeschreibungen aus Thüringen zwischen 1945 und 1980


16.00
HANS-PETER KLÖCKING, Erfurt:
Gefährlicher Genuss von Tiefbohrbrunnenwasser als Trinkwasser


16.30
FLORENTINE JAHN, Jena:
Fluoridhaltiges Trinkwasser

180323
Blick über die Gera zur Kleinen Synagoge (Bildmitte)
Freitag, 23.03.2018 – 13:00 Uhr
Erfurt, Kleine Synagoge
Frühjahr: Klassensitzungen

Die Frühjahrssitzungen beginnen mit einer Gratulation zum 85. Geburtstag des Altvizepräsidenten Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Klöcking, überbracht vom Akademiepräsidenten Prof. Dr. Klaus Manger und von der komm. Leiterin des Giftinformationszentrums Erfurt, Frau Dr. Dagmar Prasa.

Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse wird vertreten von der Veterinärmedizinerin Prof. Dr. Dr. Petra Reinhold/FLI Jena mit dem Vortrag "Flüchtige organische Substanzen - Biomarker der Zukunft?" Für die Geisteswissenschaftliche Klasse wird der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hanns Christof Brennecke/Univ. Erlangen über "Spätantike Publizistik und Polemik. Der arianische Streit als Medienereignis" sprechen.


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